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Treff-PUNKT am 7.11.2009 zum Thema GlobalisierungTreff-PUNKT am 7.11.2009 Thema Globalisierung
Beim offenen Abend des Treff-PUNKT gab es einen interessanten Vortrag zu einem spannenden Thema. Matthias Hiller, Landesjugendreferent im ejw Württemberg, verantwortlich für Weltdienst-Projekte und selbst mehrfach im Jahr im Sudan und in Nigeria unterwegs, erzählte uns sehr eindrücklich einiges über die Globalisierung. Hier einige Stichpunkte: Was ist Globalisierung Die sekundenschnelle weltweite Kommunikation beeinflusst nicht nur Großkonzerne und Massenware, sondern auch schon mittelständische Unternehmen massiv. Der weltweite Handel bringt hier Vor- und Nachteile: Ein Beispiel aus dem Weinhandel: Der Inland-Versand ist wesentlich teurer als der Versand aus anderen Kontinenten. (Die Versandkosten für eine Flasche Rotwein von uns nach Hamburg kostet 45 Cent, der vergleichbare Versand von Australien nach Hamburg kostet 4 Cent (jeweils umgerechnet auf eine Flasche). Das Thema Öko-Bilanz des langen Transports im Überseecontainer auf einem Schiff, das Unmengen billigen Schiffsdiesel verbraucht, ist ein anderer Punkt! Der Staat hat teilweise die Verantwortung und damit auch die Macht an die Wirtschaft / Konzerne abgegeben. Beispiel: Der große Coca-Cola Konzern sicherte sich in Indien Pumprechte für Wasser. Um möglichst viel Profit daraus zu schlagen, wurde soviel Wasser entnommen, bis der Grundwasserspiegel erheblich absank. Damit konnten die Bewohner aus ihren nicht so tiefen Brunnen kein Wasser mehr pumpen. Die Bevölkerung, die eh kaum zu essen und zu trinken hat, muss seitdem um überleben zu können, bei dem Großkonzern Wasser kaufen. Wir gehören zu den 5% der Weltbevölkerung, die 47% der konsumabhängigen Ausgaben weltweit tätigen. Das heißt, wir haben durch unser Einkaufsverhalten grossen Einfluss auf den Markt und auch auf das Verhalten der Grosskonzerne. Es ist erwiesen, dass bereits ein Wunsch von 0,25 % aller Kunden eine Änderung für dieses Produkt/Firma bewirken kann. Der Grund ist, dass die meisten Kunden zur „trägen Masse“ gehören und wenn jemand z.B. eine negative Rückmeldung anbringt, dies damit auch 100 andere Kunden repräsentiert. Was heißt das ganz praktisch für uns Jeder bei uns, auch ein Hartz-IV-Empfänger, hat wesentlich mehr zum Leben und zum Konsumieren als ein Mensch z.B. in einem Entwicklungsland. Wir haben eine christliche Verantwortung, wie wir mit diesem Reichtum umgehen! 3 Grundregeln für unser Einkaufen - Informieren, informieren, informieren. - Was immer lokal (regional) zu kaufen ist, bitte auch lokal kaufen. - Was man nicht regional einkaufen kann, möglichst fair gehandelt einkaufen. Herrn Hiller nochmals vielen Dank Siggi + Steffen Sachs. Alle Beiträge in diesem Bereich: |
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